Poesiealbum 339

Das traditionsreiche »Poesiealbum« widmet seine 339. Ausgabe dem vogtländischen Dichter Utz Rachowski (Jg. 1957). In dem kleinen Bändchen werden Gedichte Rachowskis aus mehreren Jahrzehnten veröffentlicht. Es überwiegen Erinnerungen an Lebensorte, Reisen, Tiere und Gedanken. Der Zusammenhang der verschiedenen Arbeiten, und die Quelle seiner Poesie, ist vielleicht, trotz oder gerade wegen seines ständigen Unterwegsseins, eine tiefe und unerfüllte Sehnsucht nach Heimat.

Bestellmöglichkeit: http://www.poesiealbum-online.de/pa/?mod=9&obj=0&page=2


Rezensionen Poesiealbum 339





Rezension RBB

Rezension planetlyrik


Rezension mironde

Übersicht Werke

  • Die Blicke der Nachbarn. Hörspiel. Saarländischer Rundfunk, 17. Juni 1983.
  • Erzählungen, so traurige wie Sie. Erzählungen und ein beigefügter Bericht, Verlag europäische ideen, Berlin 1983, ISBN 3-921572-97-5.
  • Der letzte Tag der Kindheit. Erzählungen und ein Gedicht. Oberbaum Verlag, Berlin 1986, ISBN 3-926409-02-9.
  • Die Stimmen des Sommers. Erzählungen. Oberbaum Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-926409-70-3.
  • Namenlose. Erzählungen. BasisDruck, Berlin 1993, ISBN 3-86163-058-3.
  • Mein Museum. Gedichte. Hellerau-Verlag, Dresden 1995, ISBN 3-910184-41-3.
  • Erinnerungen an eine Jugend. Essays. Chemnitzer Verlag, 1995, ISBN 3-928678-19-1.
  • Das Gesicht – der Schriftsteller – der Fall. Vorlesungen über die Prätention der Dichter, die Kompetenz und das Präsens als die Zeitform der Lyrik. Dresdner Poetikvorlesung 1999, Thelem Universitätsverlag, Dresden 2000, ISBN 3-933592-41-0.
  • Red’ mir nicht von Minnigerode. Erzählungen, Essays, Interviews. Thelem Universitätsverlag, Dresden 2006, ISBN 3-937672-46-X.
  • Meine Sommer, meine Winter und das andere. Hörbuch. Edition ERATA, Leipzig 2006, ISBN 3-86660-017-8.
  • Jeder schweigt von etwas anderem. Dokumentarfilm über Utz Rachowski, Annegret Gollin und Tine & Matthias Storck. Lief erstmals auf der Berlinale 2006.
  • Beide Sommer: Zwei Erzählungen und drei Essays. Leipziger Literaturverlag, 2011, ISBN 978-3-86660-121-5.
  • Miss Suki oder Amerika ist nicht weit. Langgedicht um eine Cavalier-King-Charles-Dame. Zeichnungen von Thomas Beurich, Nachwort von Klaus Walther. Mironde Verlag, 2013, ISBN 978-3-937654-49-2.
  • Die Dinge, die ich vergaß. Gedichte. Bookspot Verlag, München 2018, ISBN 978-3-9566909-8-3.
  • Poesiealbum Nr. 339. Gedichte. Märkischer Verlag Wilhelmshorst, 2018.
  • Die Lichter, die wir selbst entzünden: Essays – Reden – Portraits – Briefe aus dem Gefängnis. P&L Edition / Prosa & Lyrik, 2019, ISBN 978-3956690570.

Werke in polnischer Übersetzung

  • Miss Zuki czyli Ameryka jest całkiem blisko! Verlag Atut, Wrocław 2015 (mit einem Vorwort von Adam Zagajewski)
  • Targ Łakoci.(Naschmarkt). Verlag Series Interpretationum Litterariarum, Uniwersytet Wrocławski, Wrocław 2017. (mit einem Vorwort von Wojciech Kunicki)

Übersetzungen aus anderen Sprachen

  • Jorge R. Sagastume: Im Schatten der Sehnsucht nach Freiheit, Argentinische Geschichten. Shoebox House Verlag 2017, ISBN 978-3-94112026-6.

Die Dinge, die ich vergaß

Gedichte aus 50 Jahren
Dieser außergewöhnliche Gedichtband ist nicht nur eine umfangreiche Retrospektive des Dichters Utz Rachowski, er zeigt auch Lebenslinien auf, eines Dichters, der wegen ein paar Gedichten in der DDR in Haft saß, der sich unermüdlich um die Freiheit des Wortes müht.
Es geht um die großen und kleinen Dinge, die man nicht vergessen darf.

ISBN 978-3-95669-098-3
ca. 280 Seiten, Klappenbroschure
€ 14,80

STIMMEN zu Utz Rachowski:

„Vielleicht wurde Rachowskis Schreiben durch die Opposition zum DDR-Regime geweckt, aber er bedarf keines Gegners, um zu schreiben. Rachowski ist ein Schriftsteller sui generis. Das zeigen seine Erzählungen ebenso wie seine Essays und seine Gedichte.“

Hans Joachim Schädlich

„Wissen Sie, weshalb mir die Bücher der ausgebürgerten Ost-Autoren so lieb sind, die ‚Wunderbaren Jahre’ von Kunze, ‚Der letzte Tag der Kindheit’ von Utz Rachowski, die Prosa von Hans Joachim Schädlich, die Gedichte und Gedächtnisprotokolle von Jürgen Fuchs und Biermanns genialische Sachen? Weil mir die Einsamkeits-Erfahrungen dieser Leute sehr nah sind…“

Hans Sahl, Interview mit Marko Martin, Tübingen, Mai 1992

„Solche Menschen wie Utz Rachowski sind eben auch ein echtes DDR-Produkt, im allerbesten Sinne. Nicht nur sein Name klingt slawisch, es ist auch der Seelen-Sound in seiner Sprache. Östliche Tugenden, die es im Westen genauso gibt, aber vielleicht seltener: altmodische Leidenschaft, moralischer Ernst, melancholischer Humor…so wie es auch die hellsichtig verrückte Herta Müller aus Temesvar in Rumänien kann.“

Wolf Biermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Ich bewundere die frische und gelassene Aussagekraft der Gedichte…“

Adam Zagajewski Zeszyty Literacki, Warschau

„Von Joseph Brodsky stammt das kluge Diktum ‚Ästhetik ist Ethik’. Utz Rachowskis Texte beweisen das in geradezu atemberaubender Eindringlichkeit…“

Marko Martin Deutschlandradio Kultur